Nikolausgeschichte für den Kindergarten: Wer war der heilige Nikolaus? Kurz erzählt zum Vorlesen

Nikolausgeschichte für den Kindergarten: Wer war der heilige Nikolaus? Kurz erzählt zum Vorlesen

Sie möchten Ihrem Kind oder Ihrer Kindergartengruppe erzählen, wer der heilige Nikolaus eigentlich war – und warum am 5. Dezember die Stiefel vor der Tür stehen? Eine Nikolausgeschichte für den Kindergarten muss kurz, bildhaft und warmherzig sein. Hier finden Sie die bekanntesten Legenden in einfachen Worten zum Vorlesen oder Nacherzählen: das Kornwunder und die Geschichte von den drei goldenen Kugeln. Dazu erklären wir Mitra und Bischofsstab und geben Ideen für die Zeit nach der Geschichte. Sie können diese Seite auch einfach ausdrucken; zum Ausmalen danach passt „Mein Nikolaus-Heft“.

Wer war der heilige Nikolaus?

Nikolaus lebte vor ungefähr 1700 Jahren in der Stadt Myra, die heute Demre heißt und in der Türkei liegt. Er war dort Bischof – also so etwas wie der oberste Pfarrer der Stadt. Über ihn erzählt man sich viele Geschichten, die alle etwas gemeinsam haben: Nikolaus sah, wenn Menschen in Not waren, und half – oft heimlich, ohne Dank zu erwarten. Gestorben ist er der Überlieferung nach an einem 6. Dezember. Deshalb feiern wir an diesem Tag den Nikolaustag.

In einem Satz für Kinder: „Nikolaus war ein Bischof, der gern geteilt und anderen Menschen geholfen hat – und daran denken wir am 6. Dezember.“

Das Kornwunder – die Nikolausgeschichte für den Kindergarten

Diese Kurzgeschichte lässt sich in drei bis vier Minuten erzählen:

Vor langer Zeit regnete es in der Stadt Myra viele Monate lang nicht. Auf den Feldern wuchs kein Korn, und die Menschen hatten kein Mehl mehr, um Brot zu backen. Alle hatten Hunger – die Großen und die Kleinen.

Eines Tages legten im Hafen große Schiffe an. Sie waren bis oben hin voll mit Korn. Doch das Korn gehörte dem Kaiser in einer fernen Stadt, und die Seeleute durften nichts davon hergeben.

Da ging Bischof Nikolaus zum Hafen und bat die Seeleute: „Gebt uns von jedem Schiff ein wenig Korn ab. Ich verspreche euch: Wenn ihr beim Kaiser ankommt, wird nichts fehlen.“ Die Seeleute hatten Angst, aber sie vertrauten Nikolaus. Sie füllten Säcke mit Korn und gaben sie den Menschen in Myra.

Als die Schiffe beim Kaiser ankamen, wurde das Korn gewogen. Und stellt euch vor: Es fehlte kein einziges Körnchen! In Myra aber reichte das Korn für viele Brote – so lange, bis es wieder regnete und auf den Feldern neues Korn wuchs.

Erzähltipp: Stellen Sie eine Schüssel mit Getreidekörnern in die Mitte des Kreises. Die Kinder dürfen die Körner durch die Finger rieseln lassen – so wird die Geschichte greifbar. Bleiben Sie dabei: Kleine Kinder stecken Körner gern in Mund oder Nase.

Nikolausgeschichte für den Kindergarten: Wer war der heilige Nikolaus? Kurz erzählt zum Vorlesen

Die drei goldenen Kugeln – und warum wir am 5. Dezember die Stiefel putzen

In Myra lebte ein Vater mit drei Töchtern. Er war so arm, dass er ihnen nichts für ihre Zukunft mitgeben konnte. Nikolaus hörte davon. In der Nacht schlich er zu ihrem Haus und warf einen Beutel mit Gold durchs Fenster – und in zwei weiteren Nächten noch einen und noch einen. Niemand sollte wissen, wer der Helfer war.

Man erzählt, dass die Goldstücke in den Strümpfen und Schuhen landeten, die zum Trocknen am Feuer standen. Daraus ist unser Brauch entstanden: Am Abend des 5. Dezember putzen die Kinder ihre Stiefel blitzblank und stellen sie vor die Tür. Am Morgen stecken Mandarinen, Nüsse, Schokolade und Lebkuchen darin – heimlich gebracht, wie damals das Gold. Die runden Mandarinen, so heißt es oft, erinnern an die goldenen Kugeln.

Mitra und Bischofsstab: was Kinder auf den Bildern sehen

Auf Bildern erkennen Kinder den Nikolaus an seiner Bischofskleidung. Das lässt sich wunderbar beim gemeinsamen Ausmalen erklären – etwa beim Bild „Mitra und Bischofsstab“ aus dem Heft:

  • Die Mitra ist die hohe, spitze Bischofsmütze.
  • Der Bischofsstab ist oben gebogen wie ein Hirtenstab. Er zeigt: Der Bischof sorgt für die Menschen wie ein Hirte für seine Schafe.
  • Der lange Mantel wird meist rot gemalt.

Und der Unterschied zum Weihnachtsmann? Der Weihnachtsmann mit Zipfelmütze ist eine viel jüngere Figur, die sich aus dem Nikolaus entwickelt hat. Der Nikolaus trägt Mitra und Stab – und er kommt am 6. Dezember.

Nikolausgeschichte für den Kindergarten: Wer war der heilige Nikolaus? Kurz erzählt zum Vorlesen

Nach der Geschichte: Malen und gute Taten sammeln

Die Legenden laden zum Gespräch ein. Gute Fragen für den Kreis:

  • Wie haben sich die Menschen in Myra gefühlt, als das Korn kam?
  • Warum wollte Nikolaus nicht, dass jemand weiß, wer geholfen hat?
  • Wem könnten wir heute eine kleine Freude machen?

Danach passt eine Aktion, die das Gehörte weiterträgt: Mandarinen in Stücke teilen und gemeinsam essen, ein Bild für jemanden malen oder eine Woche lang gute Taten sammeln. Im Heft gibt es dafür die Seite „Meine guten Taten“ mit 12 Sternen – für jedes Teilen, Helfen oder Danke-Sagen wird ein Stern ausgemalt.

Gratis-Probe zum Ausmalen

Die Geschichte selbst ist nicht Teil des Heftes – sie steht hier zum Vorlesen und Ausdrucken. Zum Ausmalen danach enthält die Gratis-Probe das Deckblatt, „Der Nikolaus kommt!“, „Ein Stiefel voller Überraschungen“ und 4 Kärtchen zum Verschenken. Wie man den Nikolausstiefel bastelt, zeigt unser Ratgeber zum Malen und Basteln zu Nikolaus.

Gratis-Probeseiten herunterladen Malen und Basteln zu Nikolaus Zum kompletten Nikolaus-Heft

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