Heilige Drei Könige: Geschichte für den Kindergarten – kurz erzählt, mit Sternsinger-Brauch
Sie möchten Ihrem Kind oder Ihrer Kita-Gruppe erzählen, wer die Heiligen Drei Könige waren und warum im Januar die Sternsinger vor der Tür stehen? Die Geschichte der Heiligen Drei Könige für den Kindergarten braucht keine langen Erklärungen – ein Stern, eine weite Reise, drei kostbare Geschenke und ein kleines Kind im Stall genügen. Hier finden Sie die Geschichte kindgerecht zum Vorlesen, die Bedeutung von Gold, Weihrauch und Myrrhe und eine Erklärung des Sternsinger-Segens 20*C+M+B*27. Die Seite lässt sich auch ausdrucken; zum Ausmalen danach passt unser Heft „Heilige Drei Könige: Malen & Basteln“.
Wer waren die Heiligen Drei Könige?
In der Bibel, im Evangelium nach Matthäus, ist von Sterndeutern aus dem Osten die Rede – weisen Männern, die den Himmel beobachteten. Wie viele es waren, steht dort nicht. Weil sie drei Geschenke mitbrachten, erzählt man seit langer Zeit von dreien. Später wurden sie Könige genannt und bekamen Namen: Caspar, Melchior und Balthasar.
In einem Satz für Kinder: „Drei weise Männer sind einem hellen Stern gefolgt, um das Jesuskind zu finden und ihm Geschenke zu bringen.“
Die Geschichte der Heiligen Drei Könige für den Kindergarten
Weit weg im Osten lebten drei weise Männer. Jede Nacht schauten sie in den Himmel und kannten jeden Stern. Doch eines Nachts entdeckten sie einen neuen Stern – größer und heller als alle anderen. „Dieser Stern bedeutet, dass ein neuer König geboren ist“, sagten sie. „Wir wollen ihn suchen!“
Sie packten Geschenke ein, stiegen auf ihre Kamele und ritten los. Tag um Tag, Nacht um Nacht, über Berge und durch die Wüste. Der Stern zeigte ihnen den Weg.
In der großen Stadt Jerusalem fragten sie König Herodes: „Wo ist der neue König?“ Herodes wusste es nicht – und er freute sich gar nicht über einen anderen König. Die weisen Männer zogen weiter, und der Stern leuchtete wieder vor ihnen her.
In Betlehem blieb der Stern über einem kleinen Stall stehen. Dort fanden sie Maria, Josef und das Jesuskind. Die drei knieten nieder und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
In der Nacht träumten sie, dass sie nicht zu Herodes zurückgehen sollten. Also ritten sie auf einem anderen Weg nach Hause – froh und dankbar, dass sie das Kind gefunden hatten.
Erzähltipp: Legen Sie ein Bodenbild mit Tüchern: ein blaues Tuch als Nachthimmel, ein gelber Stern, ein braunes Tuch als Stall. Die Kinder dürfen den Stern Stück für Stück weiterschieben, während die Könige unterwegs sind.

Gold, Weihrauch und Myrrhe – was bedeuten die Geschenke?
- Gold ist ein Geschenk für einen König. Es zeigt: Dieses Kind ist etwas ganz Besonderes.
- Weihrauch sind kleine Harzkörner, die beim Verbrennen duften. Man verwendet ihn bis heute in der Kirche beim Beten – er steht für Gott.
- Myrrhe ist ebenfalls ein Harz, aus dem man früher heilende Salben und Öle machte. Sie erinnert daran, dass Jesus ein Mensch war wie wir.
Für Kinder spannend: Lassen Sie sie an ein paar Weihrauchkörnern riechen – ohne sie anzuzünden. Ein Stück Goldpapier und ein kleines Fläschchen Öl machen die drei Gaben vollständig.
Warum am 6. Januar die Sternsinger kommen
Am 6. Januar feiern die Kirchen das Fest der Erscheinung des Herrn, im Volksmund Dreikönigstag. In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ist er ein gesetzlicher Feiertag. Rund um diesen Tag ziehen Kinder und Jugendliche als Könige verkleidet von Haus zu Haus: die Sternsinger. Einer trägt einen großen Stern an einem Stab vorneweg – wie der Stern, dem die Könige folgten. Die Sternsinger singen, sprechen einen Segen und sammeln Spenden für Kinder in Not auf der ganzen Welt. So bringen heute Kinder anderen Kindern Hilfe – ein schöner Gedanke, der an die Geschenke der Könige anknüpft.
20*C+M+B*27: der Segen an der Tür
Zum Abschied schreiben die Sternsinger mit gesegneter Kreide einen Segen über die Haustür. Im Januar 2027 sieht er so aus: 20*C+M+B*27.
- 20 und 27 ergeben zusammen die Jahreszahl 2027.
- C, M und B stehen für „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“. Viele Menschen lesen darin auch die Anfangsbuchstaben von Caspar, Melchior und Balthasar.
- Der Stern erinnert an den Stern von Betlehem, die Kreuze an den Segen.
Kinder können den Segen selbst gestalten: Im Heft gibt es das Türschild „Segen für die Haustür“ zum Ausmalen und Aufhängen – es ist auch in der Gratis-Probe enthalten.

Nach der Geschichte: Ausmalen, Labyrinth und Gratis-Probe
Nach dem Erzählen wollen Kinder die Geschichte oft noch einmal erleben. Beim Ausmalen der Könige an der Krippe mit Maria, Josef, Esel und Schaf erzählen sie sie meist ganz von selbst nach, und im Labyrinth „Dem Stern nach zum Stall“ führen sie die Könige mit dem Stift ans Ziel. Die Geschichte selbst ist nicht Teil des Heftes – sie steht hier zum Vorlesen. Die Gratis-Probe enthält die Königskrone zum Basteln, das Ausmalbild der drei Könige mit Geschenken und Stern sowie das Türschild. Kronen-Ideen für Familien finden Sie in unserem Ratgeber zum Kronenbasteln am Dreikönigstag.
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